Pusteblume und Zuckerwatte / 2021 / Acryl, Pastell, Buntstift, Ölkreide, Holz, Leinwand / 52 x 72 cm

 
– Eierhut / 2021 / Öl, Acryl & Bleistift auf Leinwand / 60 x 80 cm
 
– Backgammon / 2016 – 2022 / Papier und Bleistift auf Leinwand / 80 x 80 cm; Hängung variabel z.B. als Bodeninstallation mit zwei Sitzgelegenheiten
 
– The rabbit is calling – Level 9 / 2016 / Öl, Acryl, Bleistift, Holz, Leinwand / 100 x 100 cm
 
– The rabbit is calling – Level 4 / 2016 / Acryl auf Leinwand / 100 x 50 cm
 
– Glückshasen-Rad / 2015 – 2022 / Öl, Acryl, Buntstift, Stoff, Papier, Leinwand; montiert auf Holzscheibe, beweglich / ø 80 cm
 
– Taraxacum III / 2021 / Acryl, Pastell, Buntstift, Öl auf Leinwand / 60 x 70 cm / Ellen DeElaine & neun Kinder
 
 
– Ausstellungsansicht ‘Unicorn’s Escape to Reality’ / 2022
 
 
 

Text zur künstlerischen Arbeit

von Jens Wiesner

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„Es ist mir eine andauernde Freude, durch Spiel, Witz und Ironie zu irritieren.“

Ellen DeElaine

Hast Du heute schon das Kind in Dir erlebt? Diese Frage ist grundlegend im Gesamtwerk von Ellen DeElaine. Anfassen, Mitspielen und Miträtseln sind hier eindeutig erwünscht: So wird der Eierwärmer zum Spiel des Lebens, der QR-Code zum Labyrinth. Findest du einen Ausweg, bevor es zu spät ist?

Mitmachen statt nur Anschauen – dieses Prinzip hat die Künstlerin längst verinnerlicht und beweist dabei besonderen Mut zur Spontaneität. Am liebsten lässt sie sich intuitiv von den Gegebenheiten eines Raumes inspirieren und so vor Ort ein installatives Werk entstehen. Ein augenscheinlich ‚fertiges’ Werk gibt sie schon einmal weiter und lässt zu, dass es von anderen bearbeitet wird. Aber was tun mit einem Bild, das einem gar nicht mehr gefällt? DeElaines Antwort: Sie dreht es einfach um und schafft sich so eine neue Spielwiese – wie zum Beispiel in Form eines überdimensionierten Backgammon-Spiels.

„Seit frühster Kindheit faszinieren mich das Spiel mit Farben, das Zusammenfügen von Dingen, der Umgang mit Patina, mit Emotionen unter Einfluss unvorhersehbarer Elemente“, beschreibt DeElaine ihre Motivation und widerspricht vehement den „Do not touch!“-Schildern in den Ausstellungshallen.

Ihre neuste Idee: Sie will hörbare, schwingende, benutzbare Spiel-Zeuge erschaffen! „Was passiert, wenn ich auf einem Klangkörper male? Oder wenn er sich in meinem Gemälde versteckt; darauf wartet, vom Publikum ertastet, erspürt und bespielt zu werden?“ Also: Haut auf die Tasten der Malerei! Und macht euch auf das Echo gefasst!

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Curriculum Vitae

Ellen DeElaine

Ellen DeElaine, 1982 in Bedburg geboren, studierte zunächst 2002 – 2005 Romanistik an der Universität zu Köln. 2004 begann sie parallel mit dem Studium der Bildenden Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf mit dem Schwerpunkt Malerei. 2010 wurde sie mit dem Meisterbrief ausgezeichnet. Seit 2012 lebt und arbeitet sie als freischaffende Künstlerin in Berlin.

Ihre Arbeiten werden in nationalen und internationalen Gruppen- und Einzelausstellungen in Galerien und Museen gezeigt, u.a. im Torrance Art Museum, Los Angeles; Künstlerhaus Dortmund; Kunstverein Pforzheim; MACsa – Múseo de Arte Contemporáneo, Salta, Argentinien; Musée Cognacq-Jay, Paris; Palmer im Galerienhaus, Stuttgart; Polarraum, Hamburg; in der Villa de Bank, Enschede; Galerie da-End, Paris; Galerie Supper, Baden-Baden; Ansbach Contemporary, Biennale für zeitgenössische Kunst; KIAF Korea International Art Fair.

Seit 2015 ist sie Mitbegründerin und -leiterin des HilbertRaums, einem unabhängigen Projektraum für zeitgenössische Kunst in Berlin-Neukölln, wo sie regelmäßig Ausstellungen organisiert sowie Künstlerinnen und Künstler vernetzt.
Diverse Auslandsaufenthalte in Spanien, Italien, Südamerika und Kalifornien prägen ihr künstlerisches Schaffen.

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